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5. Organspende

Informationen zur Lebenslage

In Deutschland stehen derzeit ca. 12.000 Menschen auf der Warteliste für ein Organ. Davon sterben pro Jahr ca. 1.000 Patienten, darunter Kinder und Jugendliche, weil kein entsprechendes Organ für eine lebenswichtige Transplantation zur Verfügung steht und ihnen auf andere Weise nicht geholfen werden konnte.



Diese Situation könnte wesentlich verbessert werden, wenn sich jeder zu Lebzeiten mit der Frage der Organ- und Gewebespende offen auseinandersetzt und mit seinen Angehörigen darüber spricht. Viele Menschen stehen der Organ- und Gewebespende positiv gegenüber, wenn sie diese Entscheidung in einem Organspendeausweis dokumentieren, gibt es ihnen Sicherheit, dass ihr Wille Beachtung findet und ihren Angehörigen eine schwere Entscheidung abgenommen wird.



Mit einem Organspendeausweis können Sie einer Organentnahme nach dem Tod zustimmen, ihr widersprechen, die Zustimmung auf bestimmte Organe beschränken und die Entscheidung auf Angehörige oder Personen Ihres Vertrauens übertragen. Ihre persönlichen Daten werden nicht registriert, so dass Sie Ihre Entscheidung jederzeit ändern können, indem Sie einen neuen Ausweis ausfüllen.



Die allgemeine Feststellung des Todes bei Stillstand von Atmung und Herzschlag kann von jedem Arzt vorgenommen werden. Die Diagnose des Hirntodes, als Voraussetzung für eine Organspende, ist an verbindliche, besonders strenge Richtlinien geknüpft. Die Diagnose muss von zwei erfahrenen Intensivmedizinern unabhängig voneinander nach genauen klinischen und apparativen Untersuchungen gestellt und dokumentiert werden.



Nähere Informationen dazu geben die Deutsche Stiftung Organtransplantation und die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung.



Manche Menschen wollen ihren Körper oder ihre Organe nach dem Tode der Ausbildung zukünftiger Ärzte, der ärztlichen Weiterbildung und der medizinisch-wissenschaftlichen Forschung zur Verfügung stellen. Angehörige wissen meist über die letztwillige Verfügung des Verstorbenen zu einer Organ- oder Körperspende, die schriftlich vorliegen muss, Bescheid. Informieren Sie sich bei dem jeweiligen Institut so früh wie möglich über die Formalitäten, die sich aus der Körper- oder Organspende Ihres Angehörigen ergeben. Die Überführung der Leiche und deren spätere Bestattung ist von dem entsprechenden Institut zu übernehmen.



Derartige Vereinbarungen mit anatomischen Instituten können nicht durch Angehörige widerrufen werden!



Nähere Informationen dazu geben:



das Institut für Anatomie der Medizinischen Fakultät der Universität Rostock Körperspende



und das Institut für Anatomie und Zellbiologie der Medizinischen Fakultät der Ernst-Moritz-Arndt Universität Greifswald Information für Körperspender



Freigabevermerk



Dieser Text wurde freigegeben durch das Ministerium für Arbeit, Gleichstellung und  Soziales Mecklenburg-Vorpommern. Stand: 27.02.2012

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