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Finanzielle und sonstige Hilfen

Informationen zur Lebenslage

Die Aufnahme eines Pflegekindes bedeutet neben der Veränderung Ihrer Familiensituation auch einen höheren finanziellen Aufwand. Als Pflegeeltern haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf Unterstützung in finanziellen und sonstigen Angelegenheiten.



Pflegegeld und Beihilfen



Wenn Sie als Pflegeeltern ein Kind aufnehmen, steht Ihnen laut Gesetz finanzielle Unterstützung durch das Jugendamt zu.



Diese Unterstützung richtet sich nach dem Alter des Kindes und setzt sich aus den notwendigen monatlichen Ausgaben (materielle Aufwendungen) und den Kosten für die Erziehung zusammen.



Die Unterstützung erfolgt einerseits durch die Zahlung von Pflegegeld als monatlichen Pauschalbetrag. Daneben besteht die Möglichkeit, Beihilfen oder Zuschüsse für einmalige Anlässe zu beantragen – beispielsweise für die Erstausstattung der Pflegefamilie und Ereignisse, wie für




  • Taufe, Kommunion, Konfirmation,

  • Einschulung und Klassenfahrten,

  • Urlaubs- und Ferienreisen.



Für besonders schwierige oder kranke Kinder (zum Beispiel Allergiker) können mit dem Jugendamt im Einzelfall auch zusätzliche Leistungen vereinbart werden.



Kindergeld



Als Pflegeeltern erhalten Sie nur Kindergeld, wenn das Pflegeverhältnis auf Dauer angelegt ist.



Kindergeld wird zu einem bestimmten Teil auf das Pflegegeld angerechnet:



Lohnsteuerkarte



Pflegekinder, die dauerhaft im Haushalt der Pflegeeltern leben, sind Kinder im Sinne des Einkommensteuergesetzes und damit auf der Steuerkarte der Pflegeeltern einzutragen. Dies erfolgt nicht automatisch, sondern muss jährlich neu beim Finanzamt beantragt werden.



Voraussetzungen für die Eintragung sind:




  • das Bestehen eines familienähnlichen, auf längere Dauer angelegten Verhältnisses zwischen Pflegeeltern und Kind und

  • der Nachweis, dass die Pflegeeltern Unterhalt durch ihre Erziehungs- und Pflegeleistung erbringen.



Steuerpflicht



Hat das Jugendamt das Pflegekind vermittelt, dann sind die erhaltenen Pflegegelder steuerfrei. Eine Steuerpflicht würde sich erst dann ergeben, wenn eine Pflegefamilie mehr als 6 Kinder in den Haushalt aufnehmen würde.



Bei steuerlichen Fragen wenden Sie sich bitte an das zuständige Finanzamt.



Elternzeit



Pflegeeltern haben einen rechtlichen Anspruch auf Elternzeit. Wenn die Elternzeit für die Aufnahme eines Pflegekindes notwendig ist, beantragen Sie die Elternzeit bitte rechtzeitig bei Ihrem Arbeitgeber.



Erziehungsgeld/Elterngeld wird nicht gewährt, da das Jugendamt den Unterhalt des Pflegekindes durch das pauschalisierte Pflegegeld sicherstellt.



Rentenversicherung



Pflegeeltern sind bei der Berücksichtigung von Kindererziehungszeiten und Kinderberücksichtigungszeiten leiblichen Eltern gleichgestellt. Wenn Sie ein Pflegekind in den ersten 36 Monaten nach der Geburt erziehen, haben Sie einen Anspruch auf Anrechnung der Kindererziehungszeiten für die Rentenversicherung. Dies gilt allerdings nur, wenn das Pflegekind in den Haushalt integriert ist und das Pflegeverhältnis auf einen längeren Zeitraum angelegt ist.



Eine Unfallversicherungspflicht soll für Pflegeltern grundsätzlich nicht bestehen, es sei denn, sie haben mehr als sechs Pflegekinder aufgenommen oder leisten Bereitschaftspflege.

DetailinformationenzuklappenAntrag auf Beitragsermäßigung / Übernahme der Kosten für Kindertageseinrichtungen und Kindertagespflege
Der Elternbeitrag für den Besuch einer Kindertageseinrichtung (Kinderkrippe, Kindergarten, Hort) oder einer Tagespflegestelle kann vom örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe ganz oder teilweise übernommen werden, wenn den Eltern die finanzielle Belastung nicht zuzumuten ist. Dies gilt auch für die Kosten der Verpflegung. Die Kostenübernahme ist abhängig vom Einkommen. Die Kostenübernahme wird ab Beginn des Antragsmonats gewährt. Sie sollten den Antrag daher spätestens in dem Monat...
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